Bachelor-Arbeiten


 

Die Bachelor-Thesis ist nicht nur als Abschlußarbeit des Bachelor-Studiengangs zu werten, sondern ermöglicht Ihnen einen umfassenden Einblick in das aktuelle Forschungsgeschehen an Ihrer Universität. Alle von uns angebotenen Themen befassen sich mit Fragen und Teilaspekten größerer Forschungsprojekte experimenteller Kernstrukturphysik oder stellen sogar ein eigenständiges Forschungsthema dar. Einen Überblick über einige Inhalte dieser Arbeiten finden Sie auf dieser Webseite. Wir laden Sie herzlich zum Stöbern ein und hoffen Ihr Interesse zu wecken. Weitere aktuelle Themen sollten Sie direkt bei uns erfragen. Sprechen Sie uns an!(Kontakt)


Erforschung der Gammastrahlung des Atomkerns 150Gd

Ziel der Bachelorarbeit ist die Bestimmung des Strahlungscharakters (elektrisch oder magnetisch) und ihrer Multipolarität (Dipol oder Quadrupol) von Gamma-Strahlung des Kerns 150Gd. Diese ist zur Zeit unbekannt und hilft der Weiterentwicklung von Kernstrukturmodellen.

Messdaten liegen vor und sollten unter Anleitung ausgewertet werden. Ergebnisse können u. U. für Bachelor- oder Masterarbeit verwendet werden.



Christopher Romig: Photoresponse von 94Mo bei Energien bis 7 MeV
Untersuchung von Kernanregungen mit der Methode der Kernresonanzfluoreszenz

Die Kernresonanzfluoreszenz (KRF) ist eine Methode der Kernstrukturphysik, die Photonen zur Untersuchung von Kerneigenschaften nutzt. Werden die Photonen im Atomkern absorbiert, regen sie ihn auf ein Energieniveau über dem Grundzustand an. Der Kern wiederum zerfällt unter Emission von Photonen entweder direkt oder den Umweg über andere Energieniveaus nehmend in den Grundzustand zurück. Die emittierten Photonen werden mit Detektoren registriert und die aufgenommenen Spektren ausgewertet. So lassen sich Aussagen über Übergangsstärken, Wirkungsquerschnitte und Drehimpulse der beteiligten Zustände treffen. Abbildung (a) zeigt den schematischen Aufbau des KRF-Messplatz am S-DALINAC.
Die Elektronen aus dem von rechts kommenden Elektronenstrahl (diskretes Energiespektrum) werden im Bremstarget abgebremst. Dabei entsteht elektromagnetische Bremsstrahlung, deren Energiespektrum kontinuierlich ist. Hinter dem Kollimator treffen die Photonen auf Targets und regen dort die Targetkerne an. Die von den Kernen bei der Abregung emittierte Strahlung wird in den Detektoren registriert. Die Peaks in den so erhaltenen Spektren (Abbildung (b): 94Mo-Spektrum) werden dann ausgewertet: man bestimmt die Position der Peaks sowie ihre Fläche. Mithilfe dieser Daten kann man Rückschlüsse auf die Kernanregungen ziehen und beispielsweise Spinquantenzahlen und Lebensdauern der beteiligten Zustände bestimmen.