- Verbesserung des e-learning Angebots in einer Physik Grundvorlesung
An der TU Darmstadt wurde beschlossen, das e-learning an der Hochschule voranzutreiben. Das Ziel ist ein Dual-Mode - eine optimale Integration von Präsenzlehre und e-learning, also Lehren und Lernen unabhängig von Zeit und Ort. Mittelfristig sollen 30% aller Vorlesungen ein e-learning Zertifikat erwerben. Das e-learning soll den Studierenden den Zugang zu Lerninhalten erleichtern, die Interaktion vereinfachen und Lernwege flexibilisieren.
Herr Prof. Pietralla liest zur Zeit die Anfängervorlesungen Physik I-III, die ich mitbetreue. In diesem Rahmen wollen wir vorlesungsbegleitend unser elektronisches Service-Angebot an die Studierenden erweitern, um stärker das eigenständige Lernen der Studierenden zu fordern.
Dazu soll insbesondere das Angebot eines moderierten Forums gehören. Weitere Möglichkeiten sind Online Tests oder eine zentrale (geschützte) Verwaltung der von den Studierenden in den Übungsstunden erzielten Leistungen.
Auf Dauer sollen unsere Materialien in das existierende Lern-Management CLiX eingebunden werden.
Ihre Aufgaben wären damit:
die Durchführung einiger Service-Angebote (insbes. des Forums)
eine kritische Auseinandersetzung über Sinn und Erfolg solcher Angebote
eine Betreuung der Studierenden zur Einführung in das Lern-Management CLiX
die Durchführung und Auswertung der Evaluation durch die Studierenden
Beginn: spätestens November 2008
Kontakt: Dr. Oliver Möller, Lehrstuhl Pietralla, IKP, Raum 215; Tel. 16-2023; moeller@ikp.tu-darmstadt.de
- Elektronenstreuung an Kernzuständen mit gemischter Proton-Neutron-Symmetrie
Unsere Forschungsgruppe ist weltweit führend in der Untersuchung von nuklearen Vibrationen mit teilweise gegenphasigen Schwingungsanteilen von Valenzprotonen und Valenzneutronen. Die Abhängigkeit solcher Strukturen von Schalenabschlüssen soll in Elektronen-Streuexperimenten am supraleitenden Darmstädter Elektronen-Linearbeschleuniger S-DALINAC untersucht werden.
Das Forschungsprogramm ist Teil des Sonderforschungsbereich SFB634 und wird unterstützt durch internationale Forschungskollaborationen mit Partnern aus den U.S.A. (Yale Univ./ Argonne Nat'l Laboratory, Chicago/ State Univ. of New York), Kanada (TRIUMF), Bulgarien (Univ. Sofia) und dem CERN (Genf).
- Elektronenstreuung an Tiefspin-Kernzuständen von Nukliden am Deformations-Phasenübergang
Der Übergang von sphärischer zu deformierter Kerngestalt als Funktion der Nukleonenzahl galt lange als eines der am schwierigsten zu verstehenden Phänomene der Kernstrukturphysik. In den letzten Jahren entstanden Theorien, die die Kernstruktur am Gestaltphasenübergang mit hoher Genauigkeit reproduzieren können. Zentrale Vorhersagen dieser Theorien sollen durch gezielte Experimente am supraleitenden Darmstädter Elektronen-Linearbeschleuniger S-DALINAC erstmals getestet werden. Das Forschungsprogramm ist Teil des Sonderforschungsbereich SFB634 und wird unterstützt durch nationale und internationale Forschungskollaborationen mit Partnern aus München, Köln und den U.S.A. (Yale Univ./ Argonne Nat'l Laboratory, Chicago).
- Magnetische Momente und Lebensdauern kurzlebiger Kernzustände in schweren, radioaktiven Atomkernen
Entfernt man sich von der Stabilitätslinie hin zu radioktiven Isotopen, erwartet man aufgrund des variierenden Proton-Neutron-Verhältnisses grundlegende Änderungen in der Kernstruktur, die bis zur Bildung neuer magischer Zahlen reichen. Magnetische Momente und Übergangswahrscheinlichkeiten sind experimentell zugängliche Observablen, die unmittelbar Aufschluß über die detaillierte Zusammensetzung der Kernwellenfunktion geben. Mit ihrer Hilfe lassen sich fundamentale Aussagen über die kernkonstituierende Nukleon-Nukleon-Wechselwirkung treffen.
Die derzeit einzige Möglichkeit magnetische Momente kurzlebiger Kernzustände mit Lebensdauern im ps-Bereich zu messen, ist die PAC-Methode mit Transienten Magnetfeldern, mit der die erforderlichen Feldstärken im kTesla-Bereich erreicht werden können. Im Rahmen dieses Forschungsprojekts soll die bei stabilen Ionen etablierte, einzigartige Methode auf radioaktive Ionenstrahlen ausgeweitet werden, die erst seit kurzem an einigen Laboratorien zur Verfügung stehen (z.B. GSI, GANIL, ORNL). Es sollte die Bereitschaft zu Forschungsreisen an die entsprechenden Institute in Europa und den U.S.A. bestehen.
- Kernstrukturuntersuchungen mit polarisierten Gamma-Strahlen
Photonenstreureaktionen sind sensitiv auf hochenergetische Kernanregungen mit niedrigen Drehimpulsen im Bereich der Nukleonseparationsschwelle. Polarisationsobservable bieten direkten Zugang zu quantenmechanischen Paritätsquantenzahlen solcher Kernanregungen und zur Schalenstruktur der Atomkerne. Es sollen Photonenstreureaktionen mit polarisierten Gamma-Strahlen und Polarisationsmessungen von gestreuten Photonen am supraleitenden Darmstädter Elektronenbeschleuniger S-DALINAC und am Duke Free Electron LASER Laboratory (DFELL) der amerikanischen Duke University durchgeführt werden. Bereitschaft zu Experimentierreisen in die U.S.A. und zur Zusammenarbeit mit amerikanischen Forschungsgruppen wird vorausgesetzt. Das Forschungsprogramm ist Teil des Sonderforschungsbereich SFB634.